Die drei Stellen, an denen Zeitpläne kippen

Erstens das Getting-ready. Hair und Make-up brauchen pro Person 60 bis 90 Minuten, und Brautjungfern werden gern vergessen. Plant den Zeitpunkt, zu dem das Kleid geschlossen sein soll, und rechnet von dort rückwärts — mit 30 Minuten Puffer.

Zweitens die Gruppenbilder. Jede Konstellation kostet drei bis fünf Minuten, inklusive Zusammensuchen der Leute. Zwölf Gruppen sind also eine gute Stunde. Schreibt die Liste vorher auf und bestimmt eine Person aus der Familie, die die Namen ruft. Das spart Wege und Rückfragen.

Drittens der Weg zwischen den Orten. Google Maps rechnet ohne Parkplatzsuche, ohne 80 Gäste, die noch reden, und ohne die Braut im langen Kleid. Plant zusätzlich zur Fahrzeit einen realistischen Puffer für Einsteigen, Parken und Fußwege ein.

Ein Ablauf, der funktioniert

Ein Beispiel für eine Sommerhochzeit. Zeiten für Trauung, Essen und Sonnenuntergang passt ihr an euer Datum und eure Location an.

  • 09:00 Getting-ready beginnt, Details liegen bereit: Ringe, Schuhe, Einladung, Parfum
  • 12:30 Kleid an, erste Porträts im weichen Licht am Fenster
  • 13:30 First Look oder Fahrt zur Trauung
  • 14:30 Trauung
  • 15:15 Gratulation und Sektempfang
  • 16:00 Gruppenbilder, mit Liste und Rufer
  • 17:00 Kaffee und Kuchen, ihr habt eine Stunde für euch
  • 19:00 Dinner
  • 20:30 Paarshooting zur goldenen Stunde
  • 21:30 Eröffnungstanz

Die goldene Stunde ist nicht verhandelbar

Weiches Abendlicht kann für Paarbilder besonders schön sein. Die passende Zeit hängt von Datum, Wetter und Location ab. Schaut nach, wann die Sonne an eurem Datum untergeht, und legt das Paarshooting dorthin — notfalls unterbrecht ihr dafür kurz das Dinner. Zwanzig Minuten reichen, wenn der Ablauf darauf abgestimmt ist.

Zehn Minuten allein

Plant nach der Trauung bewusst zehn Minuten zu zweit ein, ohne Gäste, ohne Kamera. Fast jedes Paar sagt uns hinterher, das sei der Moment gewesen, an den es sich am deutlichsten erinnert.

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